Macau benötigt Hilfe im Kampf gegen Brand-Poaching

Stefanie Reiniger | 12 Dezember 2018

Macau hat mit Brand-Poaching bei seinen Casinos zu kämpfenIn Macau fordern die Behörden internationale Telekommunikationsanbieter dazu auf, ihnen beim Vorgehen gegen Onlinecasino- und Glücksspiel-Websites zu helfen, die illegal ihre Casinomarken nutzen. Wong Sio Chak, Sicherheitsminister des asiatischen Las Vegas, wie das Gebiet gerne genannt wird, hat kürzlich eine Pressekonferenz abgehalten, um das Thema zu diskutieren. Er erklärte, dass es viele Websites gäbe, die die Casinomarken des Landes illegal verwenden. Dies schade wiederum dem Image als international beliebtes Reiseziel.

Mehr als 200 Websites identifiziert

Wong erklärte, die Staatspolizei habe international operierende Webhosting-Anbieter dazu aufgefordert, 237 illegale Glücksspielwebsites zu sperren oder zu löschen. Diese Betreiber geben falsche Auskunft über ihre angebliche Lizenzierung durch die lokalen Glücksspielbehörden oder ihre Partnerschaft mit Casinobetreibern aus Macau. Bisher wurden mehr als 130 gelöscht. Es war unklar, ob Wong nur von diesem Jahr redete oder seine Aussage insgesamt gilt, im August gab er jedoch an, dass die Gesamtzahl der gesperrten oder gelöschten Websites etwa bei 90 läge.

5 illegale Anbieter im August unschädlich gemacht

Die chinesischen Behörden gaben eine Razzia gegen eine Bande bekannt, die fünf illegale Glücksspiel-Websites betreibt, die illegal die geschützten Markenzeichen von SJM Holdings und Sands China verwenden – beides Betreiber aus Macau. Im September wurde Wynn Macau vor der Verwendung seiner Marken durch Glücksspiel- und Investmentanbieter gewarnt.

Das Amt für Glücksspielkontrolle und -koordination veröffentlicht seit 2015 öffentlich Warnungen in Bezug auf diese Art des Betrugs und stellt so sicher, dass klar ist, dass diese Art des Onlineglücksspielangebots nicht genehmigt ist. Viele Marken in der Sonderverwaltungsregion, darunter auch Sands, haben gegen das Brand-Poaching geklagt und Urteile erhalten, doch das Einholen jeglicher Art von finanziellen Ausgleichsleistungen stellt eine größere Herausforderung dar.

Immer mehr Geldverleiher schießen aus dem Boden

Die Problematik des Brand-Poaching rückte mit der Veröffentlichung der Kriminalitätsstatistiken der Staatspolizei im dritten Quartal 2018 ins Licht der Öffentlichkeit. In den neun Monaten bis zum 30. September gab es 1.338 Kriminalfälle, die  möglicherweise mit Glücksspiel im Zusammenhang stehen – eine Steigerung um 1,1 % im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr 2017. Insgesamt ist die Zahl der Kriminalfälle um 1,8 % gesunken und liegt bei insgesamt 10.559.

Vor allem gab es einen enormen Anstieg bei Fällen von Kredithaien in Zusammenhang mit der Glücksspielbranche, die im selben Zeitraum auf 390, fast ein Viertel, angestiegen sind.  Umgekehrt sank die Zahl der Spieler, die ihre Kredite nicht bezahlten, um die selbe Menge, auf 218. Wie auch beim PJ-H2-Bericht erklärte Wong, dass der Anstieg der Verbrechen im Zusammenhang mit Wucherei deshalb gestiegen ist, weil die Polizei sich stärker auf diejenigen konzentriert, die illegal Geld verleihen.

Quelle:

https://calvinayre.com


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