GVCs positive Prognose für Glücksspiel in Deutschland

Stefanie Reiniger | 28 August 2019

GVC zufrieden mit Ergebnissen in DeutschlandGVC Holdings, ein Anbieter von Online-Glücksspielen auf der Isle of Man, ist trotz zunehmend schwieriger regulatorischer Rahmenbedingungen sehr zuversichtlich in Bezug auf seine Zukunftsperspektiven in Deutschland und anderen wichtigen Märkten.

GVC hat nämlich offenbart, dass es bei seinen Geschäften in Deutschland wegen der strengen Regulierungen im Land in den nächsten Jahren nur geringe Änderungen erwartet. Derzeit unterliegt das Glücksspielgeschäft in Deutschland einem sehr restriktiven Glücksspielstaatsvertrag, der Experten zufolge bis zum Ende seiner Laufzeit im Juni 2021 streng durchgesetzt wird. Laut dem Glücksspielbranchen-Beratungsunternehmen Regulus Partners müssen Betreiber im Ergebnis mit Umsatzrückgängen zwischen 40 und 70 Prozent rechnen.

GVC hält dies jedoch für unwahrscheinlich. Nach der letzten Sitzung des Regionalrats Darmstadt, der für das Genehmigungsverfahren zuständigen Behörde des Landes Hessen, erklärte der Betreiber lediglich, dass in Bezug auf regulatorische Bestimmungen und zeitliche Abläufe weiterer Klärungsbedarf bestehe.

Weiterer Klärungsbedarf

Der Regionalrat beabsichtigt, ab dem 2. Januar – dem ersten Arbeitstag des nächsten Jahres – mit der Bearbeitung der Lizenzanträge zu beginnen. Nach Angaben von GVC wird es allerdings weitere Verzögerungen bei der Erteilung von Lizenzen für Sportwetten im Jahr 2020 geben, wenn die oben genannte Klarstellung bis Ende 2019 nicht erfolgt. Diese Verzögerungen können wiederum zu rechtlichen Hindernissen für die Einführung von staatlich regulierten Sportwetten in Deutschland führen.

Daraus schloss GVC, dass eine sehr realistische Chance besteht dass die regulatorischen Rahmenbedingungen bis zur im Jahr 2021 erwarteten vorteilhafteren Neuregulierung von Online-Sportwetten und Glücksspiel strittig bleiben.

Aus diesem Grund ist GVC nach wie vor davon überzeugt, dass es bis zum Inkrafttreten der neuen Bestimmungen nicht daran gehindert wird, in laufenden Spielen Wetten auf Tore und Spielergebnisse anzubieten, worauf rund 80 Prozent seiner Einnahmen in Deutschland entfallen.

Der Betreiber ist außerdem der Ansicht, dass die Aufsichtsbehörden ihm gestatten werden, den monatlichen Höchstverlust der Kunden oder die Ausgabelimits, die laut Glücksspielstaatsvertrag derzeit auf einen zulässigen Einsatz von 1000 Euro pro Monat beschränkt sind, zu erhöhen.

Darüber hinaus ist GVC Holdings zuversichtlich, dass es seine I-Gaming-Produkte weiterhin deutschen Kunden anbieten darf, solange der Vertrag in Kraft ist. Dies ist der Fall, obwohl es Anzeichen dafür gibt, dass Hessen beabsichtigt, sein Verbot von Online-Casinos strikt durchzusetzen und der Regionalrat Antragsteller bereits davor warnt, dass sie ihre Casino-Produkte schließen müssen, sobald sie ihre Lizenzen erhalten.

Anhaltend starke Leistung

Die Zuversicht von GVC, die regulatorischen Turbulenzen zu bewältigen, stützt sich zweifelsohne auf die anhaltend starke Leistung auf dem deutschen Markt, auf dem die Glücksspiel-Nettoerträge bis zum Ende des ersten Halbjahres 2019 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent gestiegen waren. Der Betreiber erwartet, dass sich dies mildernd auf die Umsatzsteuer in Höhe von 5 Prozent auswirkt.

In Bezug auf die Aussichten in anderen Ländern ist GVC Holdings – trotz der kürzlich auferlegten Geldbuße in Höhe von 350.000 Euro in den Niederlanden und der Herausforderungen durch Italiens neues Glücksspiel-Werbeverbot – ähnlich zuversichtlich. In Brasilien erwartet der Betreiber, seine Führungsposition mithilfe bevorstehender Gesprächen, um einen regulatorischen Konsens zu erzielen, auszubauen. In Großbritannien hat GVC währenddessen die Erwartungen übertroffen, obwohl im April der Einsatz für B2-Spielautomaten auf 2 Pfund gesenkt wurde und eine Konferenz der Glücksspielkommission über den Gebrauch von Kreditkarten stattfand.


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