Scientific Games muss exorbitanten Schadensersatz leisten

Stefanie Reiniger | 17 August 2018

Gericht entscheidet gegen SGScientific Games, bedeutender Anbieter und Entwickler von Online-Casino-Technologie und –Inhalten, wurde von einem Gerichtshof in den Vereinigten Staaten dazu verurteilt, Schadensersatz in Gesamthöhe von 315 Millionen Dollar an eine Gruppe von drei Konkurrenzunternehmen zu zahlen. Dies geschah nach der kontroversen Niederlage in einem kartellrechtlichen Prozess in den USA. Das Kartellrecht besteht au seiner Reihe von bundesstaatlichen und nationalen Gesetzen, welche allgemeine Vorschriften für geschäftliche Tätigkeiten und Organisationen im Lande darstellen, mit denen freier und gerechter Wettbewerb gewährleistet werden soll. Das Recht ist verbraucherorientiert und wird gelegentlich auch als Wettbewerbsrecht bezeichnet.

Scientific Games, ansässig in Las Vegas, wurde vorgeworfen, ungerechtfertigte Klagen bezüglich eines Patents auf automatische Kartenmischgeräte angestrengt zu haben, um den Markt für diese besondere Technologie kontrollieren zu können. Das Anstrengen von Klagen zu jedem anderen Zweck als dem vom Gesetz vorgesehenen, ein spezifisches Problem zu lösen, wird als Verschwendung der Zeit des Gerichts betrachtet und in diesem Fall sogar als Irreführung eines Gerichtshofes.

Sechs Jahre in Vorbereitung

Die Klagen wurden ursprünglich im Jahre 2012 angestrengt, als drei Hauptakteuren im Kartenmischmarkt, nämlich Shuffle Tech, Poydras-Talrick Holdings und Aces Up Gaming, von Scientific Games bezichtigt wurden, seine Technologie verwendet zu haben. Die drei Unternehmen hatten zu jener Zeit eine Allianz gebildet, um zu versuchen, einen größeren Marktanteil zu erlangen.

Die drei Konkurrenzfirmen widersprachen den Vorwürfen von Scientific Games, indem sie darlegten, dass das von SG für diese spezifische Technologie angemeldete Ursprungspatent zu allgemein gehalten und ungültig sei.

SG beabsichtigt Anfechtung des Urteils

Nachrichtenmeldungen zufolge sagte Scientific Games, dass das Urteil ein Irrtum sei. Die Sprecherin Susan Cartwright äußerte in einer Stellungnahme, das Unternehmen glaube, dass die Geschworenen nicht zu den richtigen Schlüssen gelangt seien. Das Unternehmen werde das Urteil anfechten und wenn nötig vor das US-Berufungsgericht gehen, sowohl für weitere Unterlassungsansprüche als auch zur Aufhebung der übertriebenen Zahlungsforderung.

Ein Gericht in Chicago entschied ursprünglich auf einen Schadensersatz von 105 Millionen Dollar, doch diese Zahlungsforderung wurde gemäß den Vorgaben des US-Kartellrechts automatisch verdreifacht.

Quellen:

https://www.gamblinginsider.com/news/5713/scientific-games-ordered-to-pay-rivals-315m-in-damages


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