Japan macht sich die Welt der Videospielekultur zu eigen

Stefanie Reiniger | 04 April 2018

Japan ist ein Land, das für seine Kultur bekannt ist, die Ausländern oft merkwürdig oder regelrecht bizarr erscheint. Tatsächlich aber ist die japanische Kultur in vielen Ländern der Welt sehr beliebt. Von japanischem Zeichentrick, der in den USA und vielen anderen Ländern vergöttert wird, bis hin zu mittelalterlichen japanischen Waffen, die von ihren Besitzern als Statussymbole betrachtet werden: Offenbar werden dieses Land und seine Kultur sehr verehrt.

Ein Teil der japanischen Kultur jedenfalls, der in der Jugendkultur auf der ganzen Welt fest verankert ist, ist die japanische Videospielekultur. Betrachten wir genauer, welche wichtige Rolle die Videospielekultur aus Japan in allen Ecken der Welt spielt.

Der rasante Aufstieg japanischer Videospiele in den 1980ern

Als die amerikanische Videospielebranche in den 80ern zusammenbrach, ergriff Japan die Gelegenheit schnell beim Schopfe. Mit der Veröffentlichung des Ninteno Entertainment Systems, auch bekannt als das NES, hatte Nintendo die Nase vorn. Das NES kam mit einer Handvoll Spiele daher, die bis heute maßgeblich dafür sind, was wir unter einem Videospiel verstehen.

Die bekanntesten dieser Spiele waren „Pac-Man“, „Super Mario Bros.“ und „Zelda“. Man kann kaum über Videospiele reden, ohne diese Figuren zu erwähnen, was zeigt, wie sehr Japan in der Videospielekultur weltweit verankert ist. Wenn man darüber nachdenkt, sieht man deutlich, dass alle möglichen digitalen Spiele, von Videospielen bis hin zu Online-Casinospielen, nicht da wären, wo sie heute sind, hätte Nintendo in den 80ern und 90ern nicht diesen Vorstoß gemacht.

Sega, Capcom und Nintendo beherrschen den Markt

In den folgenden Jahren beherrschten drei japanische Firmen den Videospielemarkt. Sega brachte uns „Sonic The Hedgehog“, einen wesentlichen Bestandteil so mancher Kindheit. Von Capcom bekamen wir „Street Fighter“, das Zweikampfspiele quasi erfunden hat und bis heute führend ist. Und Nintendo mit den bereits erwähnten Spielen ist nach wie vor der Weltführer und wird immer beliebter.

Westliche Entwickler begannen in den späten 80ern und frühen 90ern, mit Spielen wie „Mortal Kombat“ eigene Wege zu gehen, aber die japanische Vorherrschaft auf dem beliebten Videospielemarkt war nach wie vor praktisch ungebrochen.

PlayStation versus Xbox

Erst in den 2000er Jahren bekam Japan echte Konkurrenz. Das war die Ära, in der die Xbox gegen die PlayStation kämpfte. Mit vielen im Westen wie im Osten entwickelten, eigens für sie auf den Markt gebrachten Spielen gilt die PlayStation 2 immer noch als eine der erfolgreichsten Videospielekonsolen, die je hergestellt wurden. Aber als die PlayStation 3 eingeführt wurde, trat sie direkt gegen die Xbox 360 an. Nintendo präsentierte in der Zwischenzeit die Nintendo Wii, die, obwohl sie sehr viel weniger leistungsstark war als die anderen beiden Konsolen, diesen im Hinblick auf ihren weltweiten Erfolg doch die Schau stahl.

Es ist aber wichtig anzumerken, dass Japan zwar die Welt der Konsolen dominiert, die Welt der Videospiele für den PC aber vom Westen beherrscht wurde und immer noch wird. PC-Spiele in den 90ern und 2000ern konzentrierten sich auf innovative Gamingtechnologie, einen Bereich, in den Japan überhaupt nicht investierte. So hatte auch die westliche Welt ihren Fuß in der Tür.

Die Konkurrenz zwischen den Videospielekonsolen Xbox One, Playstation 4 und Nintendo Switch existiert nach wie vor, aber Japan gilt immer noch als vorherrschend in der Videospielebranche. Es ist interessant, sich auszumalen, dass diese Situation ohne Mario und Zelda vor zweieinhalb Jahrzehnten nie zustande gekommen wäre.

Eine von Mario angeführte Branche

Wenn wir die Figuren, die die Welt der Videospielekonsolen ausmachen, genauer betrachten, fällt sofort auf, dass diese möglichst multikulturell gestaltet wurden. Mario, ein italienischer Klemper, der den größten Teil seiner Zeit in Rohren verbringt, ist sympathisch, freundlich und harmlos. Aber er spricht auch fast niemals. Dasselbe gilt für Zelda, die, obwohl sie fast auf der ganzen Welt geliebt wird, ebenfalls niemals etwas sagt.

Das zeigt, dass Japan stets nicht nur versuchte, liebenswerte Figuren zu erfinden, sondern auch solche, die Menschen in vielen verschiedenen Ländern ansprachen. Sie niemals reden zu lassen, war die einfachste Methode, die Sprachbarrieren zu durchbrechen und sich an die Welt als ganze zu wenden.

Es scheint so gut wie sicher, dass Mario und Zelda in der Zukunft der Videospielewelt weiterleben werden. Und angesichts der Tatsache, dass die Spiele, in denen sie auftauchen, immer noch die besten sind, wie die riesige Zahl ihrer Spieler zeigt, werden die meisten sicher zustimmen, dass das


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