KJM beteiligt sich am Kampf gegen Lootboxen

Stefanie Reiniger | 19 Februar 2018

Deutsche Jugendregulierungsbehörde könnte Verbot von Lootboxen vorantreibenDeutschen Medienberichten zufolge erwägt die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ein Verbot der Lootboxen, die in vielen modernen Videospielen vorkommen. Kurz vor dieser Ankündigung hatte die Universität Hamburg eine Studie über die Beschaffenheit und die möglichen Auswirkungen der im Spiel käuflichen Boxen veröffentlicht.

Die Studie der Universität bemerkte, dass mehr und mehr Videospiele “Glücksspielelemente” beinhalteten, was ein Problem darstellen könnte, falls es zu einer Normalisierung von Glücksspiel unter jungen Spielern führt. Die Wissenschaftler betonten, dass sich das Wachstum auf dem Videospielemarkt, ganz ähnlich wie in der Glücksspielbranche, fast komplett auf eine einzige Nischengruppe an Spielern stützt.

Über die möglichen Gefahren von Lootboxen wird bereits seit Jahren debattiert, aber die Diskussion fachte kürzlich erneut voll auf, nachdem Star Wars Battlefront II auf den Markt gebracht wurde. Das Action-Shooter-Spiel ist eines von vielen neu veröffentlichten, das Lootboxen enthält, wofür seinem Entwickler EA eine Welle der Kritik von Spielern und Regulierungsbehörden weltweit entgegenschlug.

Verbot soll bis März verkündet werden

Allgemein gesprochen sind Lootboxen in bestimmten Videospielen erhältlich und sie bieten Spielern unbekannte Gegenstände an, durch die diese ihre Leistung im Spiel verbessern können. Aber da die Spieler den Inhalt der Boxen nicht kennen, ehe sie sie kaufen, gehen sie auch das Risiko ein, Gegenstände zu erwerben, mit denen sie wenig anfangen können, ohne dies vor dem Kauf zu wissen. Aus diesem Grund wurden Lootboxen mit Glücksspiel verglichen, was zu vielen Kontroversen in der Gamingwelt geführt hat.

Die KJM hat sich der Bewegung von Regulierungsbehörden gegen die umstrittenen Boxen angeschlossen. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Kreißig bemerkte kürzlich, dass seine Organisation jetzt ein absolutes Verbot der Lootboxen erwäge, was Spieleentwickler und -herausgeber dazu zwingen würde, Videospiele, die gegen das Verbot verstoßen, vom deutschen Markt zu nehmen.

Regulierungsbehörden suchen nach Verbindungen zum Glücksspiel

Kreißig kündigte an, dass die Kommission im März diesen Jahres über das Schicksal von Lootboxen entscheiden wird, und bemerkte weiterhin, dass Videospiele, die Lootboxen enthalten, gegen die deutschen Kinder- und Jugendschutzgesetze verstoßen könnten. Regulierungsbehörden haben die Boxen wegen ihrer Ähnlichkeit zum Glücksspiel und dafür, dass sie bei einer gefährdeten Altersgruppe zur Normalisierung von Glücksspiel führen könnten, kritisiert.

In den letzten paar Monaten haben mehrere Spieleregulierungsbehörden Untersuchungen zum Thema Lootboxen eingeleitet. Dazu zählen die belgische Kommission für Glücksspiele und die holländische Kansspelautoriteit. Letztere hat auch angekündigt, nach allen möglichen Verbindungen zwischen Lootboxen und Glücksspielaktivitäten zu suchen.

Zuletzt hat sogar der Senator des Bundesstaates Washington, Kevin Ranker, ein Gesetz eingeführt, das örtlichen Regulierungsbehörden erlaubt, Lootboxen und die Frage, ob es sich bei ihnen um eine Art des Glücksspiels handelt, zu untersuchen. Die Glücksspielkommission des Bundesstaates Washington wurde außerdem angewiesen, angemessene Regelungen für Lootboxen für den Fall, dass eine Verbindung gefunden wird, zu erarbeiten.

Quellenlinks:

http://www.casinonewsdaily.com/2018/02/06/german-youth-protection-commission-mulls-loot-boxes-ban/


Impressum

Handy Casino Limited
13A Main Street
4500 Tortola
Virgin Islands, British

Alle Rechte vorbehalten - 2018