Norwegen behält die Kontrolle über das Glücksspiel

Stefanie Reiniger | 26 Juli 2018

Norwegen hält ausländische Anbieter auf DistanzWenn es ein Land gibt, dass auf Worte Taten folgen lässt, dann ist es Norwegen. Ausländische Betreiber haben in dem Land Millionen von Euro in Fernsehkampagnen investiert, um die norwegischen Bürger dazu zu bewegen, Casinospiele auf ausländischen Seiten zu nutzen. Das ist ein notwendiges Übel für alle Betreiber, die Spieler aus der Region anlocken möchten, da in Norwegen nur reguliertes Glücksspiel erlaubt ist und sich alle Geschäftsaktivitäten in diesem Bereich in staatlicher Hand befinden.

Unregulierten Anbietern soll es an den Kragen gehen

Die norwegische Glücksspielbehörde hat vor Kurzem erneut betont, dass sie die vorgeschlagenen neuen Vorschriften zum Schließen von Schlupflöchern bei der Fernsehwerbung voll und ganz unterstützt. Diese Gesetzeslücken ermöglichen es ausländischen Anbietern im Moment, für ihre Websites und Dienste zu werben, da die Werbung bei Fernsehsendern ausgestrahlt wird, die sich außerhalb des Landes befinden.

Das bedeutet natürlich, dass die Werbespots auch weiterhin norwegischen Bürger erreichen, trotz der Tatsache, dass diese Ausstrahlungen nach den Glücksspielgesetzen des Landes als illegale Aktivitäten eingestuft werden.

In Norwegen werden alle Glücksspiele von Norsk Tipping und Rikstoto verwaltet und gesteuert. Vorbehaltlich der Zustimmung der Europäischen Kommission werden im September dieses Jahres neue Gesetze in Kraft treten, die gegen ausländische Betreiber vorgehen, die norwegische Staatsbürger auf ihre Websites locken möchten.

Menschen wichtiger als Profite

Das im Moment herrschende System hat zur Folge, dass Norwegen auf Millionen von Euro an steuerpflichtigen Erträgen verzichten muss. Allein im vergangenen Jahr vermeldeten die ausländischen Anbieter, die sich an das norwegische Publikum richten, Erträge in Höhe von 2,3 Milliarden Euro. Bei dieser Summe, die die Staatskasse der norwegischen Regierung füllen könnte, handelt es sich nicht gerade um Peanuts.

Die NGA hat jedoch noch einmal bekräftigt, dass in Bezug auf regulierte Glücksspiele die Bürger des Landes an erster Stelle stünden. Verantwortungsvolle und umfassend regulierte Glücksspielpraktiken seien auch weiterhin ganz oben auf der Tagesordnung.

Die Verlockung der steuerpflichtigen Erträge sei nicht mit der allgemeinen finanziellen und psychischen Gesundheit der Bevölkerung des Landes auf eine Stufe zu stellen. NGA-Direktor Henrik Nordal betonte, dass der Schutz der norwegischen Bürger das Hauptziel der Regulierungsbehörde bleiben würde.

Nordal sagte weiter, dass das aktuelle System einem doppelten Zweck diene. Erstens werde sichergestellt, dass die Bürger keinen schädlichen Praktiken ausgesetzt sind, da alle Glücksspiele durch die geltende Gesetzgebung reguliert werden. Zweitens werden unter der staatlichen Kontrolle alle Profite aus den staatlichen Glücksspielunternehmen zum Wohle des Landes und seiner Bürger verwendet.

Quellen:

https://casinonews.today/2018/07/offshore-operators-increase-spend-in-norway/


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