Polen vollstreckt strenge Glücksspielmaßnahmen

Stefanie Reiniger | 23 Juli 2018

Polen erhält strenge Glücksspielrichtlinien aufrechtEs ist jetzt über ein Jahr her, seit Polens Prozess der Neuregelung seines Glücksspielmarkts abgeschlossen wurde und man würde meinen, dass die federführenden Behörden mittlerweile weniger eifrig sind, Urteile über Betreiber zu verhängen, die die strengen Glücksspielgesetze des Landes verletzen. Dies trifft jedoch nicht zu. Tatsächlich ist man weit davon entfernt und schwere Strafen sind sehr verbreitet. Dass nicht lizenzierte Betreiber allenthalben auf die schwarze Liste gesetzt werden, ist ein Versuch, den regulierten Markt vor denen zu schützen,  die Jagd auf lokale Spieler machen.

Betreiber bezeichnen es als unfair

Entsprechend der Bestimmungen der polnischen Glücksspielgesetze muss die Domain eines Betreibers unmittelbar von dem entsprechenden Internetserviceanbieter gesperrt werden, sobald ein Onlinecasino des illegalen Geschäftsverkehrs für schuldig befunden wurde.

Aktuell wurden etwa 2.379 Domains gesperrt und diese Zahl wird noch steigen. Der Betreiber  bet-at-home ist der jüngste in einer langen Reihe unregulierter Betreiber, dessen Domain auf die Sperrliste gesetzt wurde.  Bet-at-home ist auch bei anderen Behörden auf viel Widerstand getroffen, zuletzt bei der Kansspelautoriteit, der Regulierungsbehörde, die für die Durchsetzung von Glücksspielgesetzen in den Niederlanden verantwortlich ist. Kansspelautoriteit hat bet-at-home kürzlich mit einer saftigen Strafe in Höhe von 400.000 € belegt, als sich herausstellte, dass der Betreiber versucht hatte, lokale Spieler zur Teilnahme auf seinen unregulierten Seiten zu bewegen.

Unnachgiebiges Vorgehen

Viele Akteuren auf dem weltweiten Glücksspielmarkt beschreiben Polens Gesamtkonzept gegenüber dem Glücksspielmarkt als unfair und übermäßig restriktiv. Dies gilt ebenso für den Umstand, dass Missetäter anschließend auf eine schwarze Liste gesetzt wurden. Die Betreiber sind so weit gegangen, sich zur Abhilfe an Amtsgerichte zu wenden, was jedoch nicht zur Entlastung oder zum Erfolg beigetragen hat. Tatsächlich ist so ziemlich das Gegenteil passiert. Die polnische Glücksspielbehörde setzt ihre Bestrebungen durch und wird dabei vollständig von den Amtsgerichten unterstützt, ungeachtet dessen, dass die Betreiber  Polen vorwerfen, dem von der Europäischen Union vollstreckten Verhaltenskodex für Geschäftsangelegenheiten zuwiderzuhandeln. 

Beschädigte Reputation

Nicht weniger als fünf in Schweden ansässige und maltesische Betreiber haben kürzlich offizielle Beschwerden eingereicht, die den polnischen Regulierungsbehörden vorwerfen, ihre Reputation auf dem iGaming-Markt beschädigt zu haben, indem sie deren Domains auf die schwarze Liste der Betreiber gesetzt haben.

Polens Verwaltungsgericht lässt jedoch nicht locker, indem es sagt, dass die Streitgegenstände  zur Überprüfung an die Europäische Kommission überwiesen wurden. Auch habe man keine negativen Kommentare bezüglich der großen Entschlossenheit des Landes, die fraglichen Betreiber auf eine schwarze Liste zu setzen, erhalten.

Quellen:

http://www.casinonewsdaily.com/2018/07/15/polens-regulierter-glücksspielmarkt-bleibt-unbeliebt-da-die-zahl-der-sündigen-betreiber-die-auf-schwarze-liste-gesetzt-werden-weiter-steigt/


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