Steuern auf Fern-Glücksspiel erhöhen sich im UK um 6 %

Stefanie Reiniger | 02 November 2018

UK erhöht GlücksspielsteuernDie Entscheidung, den Höchstsatz beim Glücksspiel an Automaten mit festen Quoten in Großbritannien von 100 GBP auf 2 GBP herabzusetzen, wird Online-Glücksspielunternehmen schwere Einbußen bringen.

Um Onlinecasino- und Glücksspielsucht bei den Anfälligsten Mitgliedern der Glücksspiel-Community einzudämmen, entschied sich das Vereinigte Königreich, den Höchsteinsatz bei Spielautomaten mit festen Quoten (Fixed Odd Betting Terminals / FOBTs), die schon als „gesellschaftliche Seuche“ bezeichnet wurden, herabzusetzen. Für Glücksspielsüchtige  könnte dies eine bessere Zukunft bedeuten, der britische Staatshaushalt hingegen muss mit starken finanziellen Einbußen rechnen.

Um für einen Ausgleich zu sorgen, erhöht Großbritannien die Steuern auf Fern-Glücksspiel von 15 auf 21 %.

Änderungen werden 2019 rechtskräftig

Die Änderungen werden im Oktober nächsten Jahres wirksam, da die Regierung die Einführung der verringerten Einsätze an FOBTs so verschoben hat, dass sie mit der Steuererhöhung einhergeht.

Diese Doppeleinführung soll die Steuerverluste ausgleichen, die das Finanzministerium quasi direkt erleben würde. Das britische Finanzministerium berechnete einen Steuerverlust von 245 Millionen GBP für das Land für den Fall, dass die Steuer auf Fern-Glücksspiel nicht erhöht wurde.

Auch wenn die Erhöhung der Spielsteuer geringer ausfällt als ursprünglich angedacht, glaubt Clive Hawkswood, Chief Executive der Remote Gambling Association, dass Unternehmen in der Fernglücksspielbranche andere Märkte ansteuern werden, um die verlorenen Einnahmen auszugleichen. Da der britische Markt kaum noch Wachstumschancen bietet, machen ihn die erhöhten Steuern für große Unternehmen umso unattraktiver.

Es wird auch erwartet, dass die Änderung Auswirkungen auf den Wert der Branche und die Aufrechterhaltung ihrer Erträge haben wird. Die anfänglichen Ankündigungen und Medienspekulationen im Zusammenhang mit den FOBT-Einschränkungen führten zu einem starken Rückgang der Aktienkurse für die Branche.

Ladbrokes-Aktionäre könnten 700 Millionen GBP verlieren

Kein Unternehmen wartet mit größerer Vorfreude auf die Abstimmung als die früheren Teilhaber von Ladbrokes. Ladbrokes wurde im März dieses Jahres von GVC aufgekauft und der Vertrag wurde um bestimmte Eventualverbindlichkeiten erweitert.

Zum Zeitpunkt der Ladbrokes-Übernahme durch GVC führte die Ungewissheit bezüglich der endgültigen Einsatzobergrenze an FOBT dazu, dass die Aktionäre von Ladbrokes Coral Contingent Value Rights (CVRs) erhielten, die mit dem Ergebnis der Debatte um die FOBT-Einsätze verbunden waren. Die Entscheidung, den Höchsteinsatz auf 2 GBP festzulegen, macht diese CVRs praktisch wertlos.

Die Contingency Value Rights werden dadurch bestimmt, wann die Mitglieder des britischen Parlaments die Beschlüsse zur FOBT-Einsatzgrenze wirksam machen. Sollte die Abstimmung vor 12:00 h am 27. März stattfinden, erhalten die Ladbrokes-Aktionäre nichts. Findet sie danach statt, erhalten sie eine Zahlung in Höhe von 700 Millionen GBP.

Quelle:

https://www.casinolistings.com


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